Leben schenken - Liebe adoptieren

Noch immer werden Tiere unüberlegt in Zoohandlungen, bei Züchtern oder über das Internet gekauft, doch den meisten Menschen ist die Problematik dahinter nicht bewusst, weshalb sich Animalia dieses Jahr mit einem Großprojekt besonders diesen Themen widmen möchte. Was sich genau hinter dem Titel "Leben schenken - Liebe adoptieren" verbirgt, erfahrt ihr weiter unten im Text und natürlich im Laufe der nächsten Monate!

© Animalia

Züchter?
Ursprünglich wurden Rassen für ganz bestimmte Zwecke gezüchtet, doch die heutige Bevölkerung benötigt im Normalfall keinen hochsensiblen Hütehund oder passionierten Jäger mehr. Stattdessen treten Äußerlichkeiten immer mehr in den Vordergrund, Heimtiere werden Modetrends unterworfen und ihr Aussehen entsprechend den Wünschen der Menschen angepasst.

© Animalia

Viele Zuchtlinien, vor allem sogenannte "Moderassen", zeichnen sich vermehrt durch auftretende Erbkrankheiten aus. Eine Rasse muss einem bestimmten Erscheinungsbild sehr genau entsprechen - es entstehen Qualzuchten. Bei dem Ideal des "perfekten Phänotyps" wird keine Rücksicht auf die Gesundheit oder den Charakter genommen. Ein bekanntes Beispiel ist der Mops, der durch extreme Verkürzung des Kopfes häufig unter Atemnot leidet und zu Augenkrankheiten neigt. Widderkaninchen, denen "süße" Schlappohren angezüchtet wurden, haben oftmals ein eingeschränktes Hörvermögen und vor allem im Sommer starke Probleme mit der Wärmezirkulation in den Ohren.

Doch auch wer sich an einen "seriösen" Züchter ohne Qualzuchten wendet, handelt nicht im Sinne des Tierschutzes. Solange es eine Überpopulation an Tieren gibt und die Tierheime voll sind, sollte der Weg dorthin führen, wo heimatlose Tiere auf eine neue Chance warten. Wer bei einem Züchter kauft, nimmt einem Tier aus dem Tierheim die Chance auf ein neues Zuhause.

Wühltischwelpen?
Viele Menschen möchten ein Tier einer bestimmten Rasse, sind aber oft nicht bereit den dafür üblichen, hohen Preis beim Züchter zu bezahlen. So treten mehr und mehr "verlockende" Anzeigen im Internet auf, wo Rassetiere billig angeboten werden. Auch an Autobahnraststätten werden sie aus dem Kofferraum zu Spottpreisen verkauft. So verlockend der günstige Preis anfangs sein mag, so tragisch wird meist die Zeit danach wenn das Tier krank wird oder gar stirbt.
Die angebotenen Tiere stammen zu einem großen Teil aus Osteuropa oder von skrupellosen Massenvermehrern, denen es allein um den Profit geht. Die oft noch sehr jungen Tiere haben ihr kurzes Leben meist in dunklen Verschlägen auf engstem Raum verbracht, sind nicht richtig sozialisiert und nur mit dem Nötigsten versorgt.
Der Kauf eines solchen Tieres sollte also weder aufgrund des billigen Kaufpreises, noch aus Mitleid geschehen, denn dadurch wird nur weiterhin die Zucht kranker Tiere unter unwürdigen Zuständen unterstützt. Wer auf solche Fälle stößt, sollte die Polizei oder das Veterinäramt rufen.

© Peta

Zoohandlungen?
Der Handel mit Tieren ist in den letzten Jahren zu einem sehr lukrativen Geschäft geworden. In deutschen Zoohandlungen ist mittlerweile fast alles zu haben - neben Kleintieren, Vögeln, Fischen, Insekten, Hunden und Katzen gibt es auch immer öfter Exoten, die allesamt ohne fachkundige Beratung, geschweige denn Vor- und Nachkontrollen für jedermann zum Spottpreis zu erwerben sind. Außerdem kann eine Zoohandlung unmöglich eine artgerechte Tieraufzucht und -haltung gewährleisten. Die Tiere leben meist in viel zu kleinen Käfigen, sind durch Besucher einem ständigen Stress ausgesetzt. Die Herkunft ist nur selten nachzuvollziehen - sie werden zur Massenware degradiert, die bei Bedarf nachbestellt oder zurückgegeben werden können.
Mit jedem Kauf in der Zoohandlung unterstützt man diese profitorientierten Machenschaften mit leidensfähigen Lebewesen!

Leben schenken - Liebe adoptieren?
Überall auf der Welt warten Millionen von Tieren in Tierheimen, Auffangstationen, Gnadenhöfen und Tötungsstationen oft vergeblich auf ein neues Zuhause, während durch die finanzielle Unterstützung von Züchtern und Zoohandlungen immer noch mehr "produziert" werden.

Durch die Adoption eines Tierschutztieres...
... schenkt man Leben - dem adoptierten Tier, das nun eine 2. Chance im neuen Zuhause bekommt, und gleichzeitig dem Tier, das nun auf den freigewordenen Platz "nachrücken" darf und somit beispielsweise vor einer Tötungsstation gerettet werden kann.
... und adoptiert Liebe, die einem die Tierheimtiere jeden einzelnen Tag entgegen bringen.

Als ersten Schritt unserer Aufklärungskampagne haben wir Flyer und Postkarten entworfen, welche ihr unter info@animalia-tierschutz.de gegen Übernahme des Portos und freiwillige Spende bei uns bestellen könnt.

Die Postkarten © Animalia

Die Flyer © Animalia

Wir freuen uns sehr über finanzielle sowie aktive Unterstützung, um unser Projekt vorantreiben und die Gesellschaft für die Problematik sensibilisieren zu können.

Es ist nur ein kleiner Schritt. Gib dem Glück eine Chance!

Aktuell

Aufgrund vermehrter Anfragen möchten wir darauf hinweisen, dass wir kein eigenes Tierheim führen und daher keine Auslandseinsätze vermitteln können.

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