Mitarbeit im Tierheim Soidog in Thailand

Über die schweizerische Tierschutzorganisation "NetAP", für die wir bereits Spendensammlungen organisiert haben, sind wir Mitte letzten Jahres auf deren Partner-Tierheim "Soidog" in Mai Khao/Thailand aufmerksam geworden. Da das Tierheim immer auf der Suche nach Freiwilligen ist die vor Ort mithelfen, beschlossen wir für 2 Wochen nach Thailand zu fliegen.



Nach einer über 20-stündigen Reise von Zürich mit Zwischenstopp in Doha auf die Insel Phuket wurden wir am Abend des 2. Januar von feucht-tropischen Temperaturen und einer völlig neuen Kultur begrüßt. Nach einem anfänglichen Taxi-Chaos am Flughafen bezogen wir einige Zeit später im Dorf Nai Yang unsere Unterkunft. Da das Tierheim über das Wochenende für Besucher und Freiwillige geschlossen hat, blieben uns die bevorstehenden 2 Tage und das darauffolgende Wochenende, um die Umgebung zu erkunden, sich am nahegelegenen Strand zu sonnen oder Ausflüge zu unternehmen.

Am Montagmorgen wurden wir das erste Mal zusammen mit anderen Freiwilligen aus der Umgebung von einem Tierheimmitarbeiter mit dem Soidog-Transporter abgeholt. Im Tierheim angekommen staunten wir nicht schlecht - ein riesiges Gelände mit vielen verschiedenen Gebäuden und unzähligen Zwingern, in der Mitte eine große Baustelle. Während der "Einführungs-Tour" erfuhren wir von Darren, einem der Volunteer-Verantwortlichen, dass hier eine moderne Hundeklinik gebaut wurde - bisher musste nämlich in ganz normalen Zimmern operiert werden. Außerdem lernten wir das Katzenhaus, die Ausläufe für Welpen , (haut-)kranke, kleine und extrem ängstliche Hunde, die Quarantäne und die Büroräume kennen. Insgesamt beherbergt das Tierheim zwischen 300-500 Hunde, ca. 50 Katzen und sterilisiert und behandelt täglich bis zu 60 Tiere, die im Anschluss wieder frei gelassen werden.

- VIDEO ÜBER DAS TIERHEIMGELÄNDE FOLGT -

Im Anschluss wurden wir zu dem uns zugeteilten, sogenannten "Run A2" gebracht - ein Auslauf mit ca. 20 mittelgroßen Hunden, mit denen wir uns in den kommenden zwei Wochen beschäftigen durften. Im Anschluss an unseren Run gab es noch 7 weitere, die jeweils ebenso viele Hunde dieser Größe beherbergten.

Als Volunteer bei Soidog ist man für die Sozialisierung der Hunde zuständig, d.h. sie an Menschen zu gewöhnen, mit ihnen Gassi zu gehen, zu striegeln oder einfach mit ihnen im Run zu sitzen, zu kuscheln und zu spielen, sodass sie auch nach möglicherweise schlechten Erfahrungen bereit sind, in ein neues Zuhause vermittelt zu werden.

- VIDEO ÜBER DIE HUNDE FOLGT -

Im Prinzip sah jeder unserer Tage im Tierheim ähnlich aus, und doch bot jeder einzelne wieder viele neue Erlebnisse. Morgens verbrachten wir zuerst einige Zeit im Run, um die Hunde, die im ersten Moment meist sehr aufgeregt waren, zu beruhigen. Um die noch relativ angenehmen Temperaturen am Vormittag auszunutzen, fingen wir dann meistens an je zwei Hunde aus dem Auslauf zu nehmen (was gar kein so leichtes Unterfangen war) und mit ihnen spazieren zu gehen. Manche von ihnen waren schon sehr gut daran gewöhnt und liefen super an der Leine, während man anderen sichtlich anmerkte, dass ihnen das noch nicht ganz geheuer war - entweder wollten sie gar nicht laufen und blieben mitten auf dem Weg einfach sitzen oder zogen wie verrückt an der Leine, sprangen in die Luft und drehten sich ständig um, um in die Leine zu beißen. Einige der Hunde konnten wir noch gar nicht aus dem Auslauf holen, weil sie zu ängstlich waren. Mit dem Gassi gehen waren wir meistens bis zur Mittagspause (und manchmal darüber hinaus) beschäftigt.

Da die Hitze am frühen Nachmittag sehr groß war, verbrachten wir dann oft Zeit bei den Katzen, die sich immer sehr über Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten freuten. Hier könnt ihr sehen, wie das Katzenhaus, deren Bewohner und unsere Zeit mit ihnen aussah:



Den späteren Nachmittag bis zum "Feierabend" bevor wir abgeholt wurden, beschäftigten wir uns dann meistens nochmal mit den Hunden im Run.

So verging unsere Zeit bei Soidog wie im Flug und wir schlossen so viele der Tierheimtiere tief in unser Herz; der Abschied fiel uns unglaublich schwer. Wir blicken auf zwei wunderschöne Wochen zurück, in denen wir sehr viel gesehen (leider nicht nur schöne Dinge), gelacht, gelernt und erlebt haben. Jeder, der sich für Tiere einsetzen möchte und darüber hinaus gerne reist und neue Kulturen kennen lernen möchte, für den ist die Freiwilligenarbeit in einem ausländischen Tierheim eine ganz tolle Möglichkeit!

Falls du Interesse hast, dich ebenfalls im Ausland zu engagieren, noch Fragen dazu hast oder uns bei einem unserer nächsten Aufenthalte begleiten möchtest, kannst du dich gerne bei uns im Forum anmelden oder uns eine E-Mail an info@animalia-tierschutz.de schreiben.

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Aufgrund vermehrter Anfragen möchten wir darauf hinweisen, dass wir kein eigenes Tierheim führen und daher keine Auslandseinsätze vermitteln können.

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