Daunen

Irgendein Daunenprodukt besitzt fast jeder: eine mit Daunen gefüllte Jacke, ein Kissen oder eine Bettdecke. Daunen sind die isolierende Federschicht unterhalb der äußeren Federn bei Geflügel wie Gänsen und Enten. Sie sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften sehr beliebt, aber kaum jemand stellt beim Kauf eines solchen Produkts die Herkunft der Daunen infrage.
Die meisten Textilienhersteller beziehen ihre Daunen aus Ungarn, Polen oder China und wissen meistens nicht, wie die Tiere dort "gerupft" werden. [1] Eigentlich ist der sogenannte Lebendrupf, bei dem den Gänsen mehrmals im Laufe ihres Lebens die Federn meist maschinell gerupft werden, in der gesamten EU verboten. Jedoch ist es schwierig, die genaue Herkunft der Daunen zu kontrollieren, weshalb diese Vorschrift leicht umgangen werden kann.
Da die maschinelle Rupfung eigentlich für geschlachtete Gänse gedacht ist, wird die Haut der Gänse bei der Rupfung oft zerrissen oder Teile davon werden mitsamt den Federn ausgerissen. Dies ist für die Tiere unglaublich schmerzhaft, kann aber auch bei der Rupfung von Hand geschehen. Entstandene Wunden werden ohne Betäubung wieder zugenäht. [1]

Gänse nach dem Lebendrupf © Vier Pfoten

Wenn die Tiere während der sogenannten „Mauser“ mehrmals im Jahr ihre Federn verlieren und sie so erneuern, könnte man auch vorsichtig an die Daunen gelangen. Die Mauser tritt allerdings bei jeder Gans zu unterschiedlichen Zeiten auf, worauf in den großen Mastställen keine Rücksicht genommen wird. [2]

Die Gänse, von denen ein Großteil der Daunen stammen, sind oft Schlachttiere, welche eigentlich nach der Schlachtung einmal gerupft werden sollten. [3] Für die Daunenproduzenten ist es allerdings wirtschaftlicher, die Gänse nicht gleich zu schlachten, sondern sie bis zu dreimal im Leben zu rupfen. [2] Viele Hersteller markieren ihre Daunen absichtlich falsch, um den illegalen Lebendrupf zu vertuschen und so ist auch für die Produzenten der Textilien und damit für den Endverbraucher fast unmöglich, einen Lebendrupf und damit die Unterstützung von Tierquälarei sicher zu umgehen. [1] Daher gibt es nur eine Lösung: Komplett auf Daunen zu verzichten.

[1] www.vier-pfoten.de/kampagnen/nutztiere/gaense-enten/daunen/hintergrund/
[2] http://www.sueddeutsche.de/panorama/gaense-daunen-und-lebendrupf-das-arme-federvieh-1.1028568-2
[3] www.peta.de/web/auf_daunen_und.181.html

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